Böcke zum GÄrnter befördert!

Wieder einmal ist es eine idea-Meldung, die meine Fantasie anregt. Unter der Überschrift "Christen sollten sich um Einheit der Kirche bemühen" wird dort von einem Vortrag des Winzers Fürst zu Castell-Castell berichtet, den er vor etwas 350 Besuchern eines Gebetstages für Deutschland am 03. Oktober in Leipzig hielt.
Der Bericht bzw. die darin dargelegte Forderung Castells ist leider ein klarer Beleg dafür, dass sich das "nationale Beten" immer mehr auf Ökumenekurs begibt, und ein klares geistliches Verständnis unter den "Betern" offensichtlich schon lange nicht mehr vorhanden ist.
Allein schon die "Forderung" nach einem bestimmten Feiertag entspringt primär einer traditionellen Kirchenjahrsromantik und wohl weniger einer Notwendigkeit, wie sie in der Schrift dargelegt wäre.
Es bleibt wie immer bei dieser einschlägig  volkskirchlichen Rhetorik unklar, wer oder was eigentlich Kirche ist, und die Vermutung liegt nahe, dass man einfach den Kirchenbegriff des römischen Katholizismus methodisch voraussetzt.
Katholisch getauft gleich Kirchenmitglied gleich Christ? Vereint mit Bruder Adolf? Man will ja schließlich über niemanden richten!
Wo spricht die Bibel von der Einheit religiöser Machtapperate?
Zugegeben, man braucht auch keine Reformationstage und Fronleichnamstage, in denen die Monstrans spazieren getragen wird und allerorten eine mehr heidnische Form des Götzendienstes praktiziert wird, die brauchen wir in Deutschland und weltweit schon überhaupt nicht. Ein Gemisch aus beiden an einem Einheitstag könnte die geistliche Unerträglichkeit noch toppen.
Beter sollten Probleme aus der Welt schaffen und nicht durch verantwortungslose Statements auf Konferenzen für Probleme sorgen.

Das andere Formen der Frömmigkeit eine "Bereicherung" sein können, dazu muss dann auch ausgerechnet das "Bekreuzigen" herhalten, was die Bibel so gar nicht kennt.
Nun will ich keineswegs sagen, dass man dies nicht tun dürfe. Nur eine Praxis, die viele aus plumpen Aberglauben heraus praktizieren und nicht selten mit irgendwelche formelhaften Betereien  verwenden, vor 350 Schafen als allgemeine Bereicherung anzupreisen, wenn die Bibel gleichsam so eine Praxis nicht kennt, heißt wieder, dass hier munter der katholische Weg beschritten wird, und die Tradition und nicht die Schrift "norma normans" wird. Hier wird etwas als ökumenisch verkauft, was bloße Übernahme katholischer Positionen ist. Und die Gebetsbewegung in Deutschland scheint immer mehr von Dingen infiltriert zu werden, die sich als Lösungen präsentieren, die aber bei Licht betrachtet ein Großteil der geistlichen Problematik in unserem Land ausmachen. Die Probleme heißen "Nationalismus" und "Ökumenismus". Es sind zwei sich ergänzende Bautechniken für einen neuen Turmbau zu Babel, und haben rein gar nichts damit zu tun, wie Gott seine Gemeinde baut.



 

 


Der evangelische Bankier und Winzer Albrecht Fürst zu Castell-Castell: Kirchliche Feiertage zelebrieren die Trennung.

L e i p z i g (idea) – Christen aller Konfessionen sollten sich stärker um die Einheit der Kirche bemühen. Das hat der evangelische Bankier und Winzer Albrecht Fürst zu Castell-Castell (Castell bei Würzburg), gefordert. Wie er bei einem „Gebetstag für Deutschland“ am 3. Oktober in Leipzig sagte, feierten die meisten Christen zwar den Tag der deutschen Einheit und dankten Gott für das Geschenk der Wiedervereinigung.

Innerhalb der Kirche gebe es einen solchen Einheitsfeiertag aber nicht. Vielmehr habe er den Eindruck, dass mit Feiertagen wie dem lutherischen Reformationstag oder dem katholischen Fronleichnamsfest die Trennung der Christenheit zelebriert werde. Er beobachte sowohl auf katholischer als auch auf protestantischer Seite eine gewisse Überheblichkeit, die davon ausgehe, dass sie allein den rechten Glauben habe. Castell-Castell ermutigte die rund 350 Teilnehmer des Gebetstages, verstärkt auf Christen anderer Konfession zuzugehen, um sie besser kennen zu lernen. „Die Frömmigkeit der anderen kann eine Bereicherung für uns sein.“ Als Beispiel nannte der Fürst das Bekreuzigen beim Segen. Das habe er beim Besuch eines orthodoxen Klosters auf der griechischen Insel Patmos kennen gelernt und übernommen. Seit er sich im Gottesdienst bekreuzige und seine Hand stets eine Weile auf dem Herzen liegen lasse, seien auch die Herzschmerzen verschwunden, die er früher häufiger gehabt habe, erzählte er. „Es kann uns gut tun, wenn wir etwas von anderen lernen und übernehmen.“ Der Gebetstag wurde von der charismatisch geprägten Andreasgemeinde und dem Verein Senfkorn e.V. organisiert.

4.10.08 23:15

bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)


 Smileys einfügen