C h r i s t i a n s f e l d (idea) – Wie sollen christliche Gemeinden mit homosexuellen Partnerschaften sowie mit Paaren umgehen, die ohne Trauschein zusammenleben?

Darüber ist bei der jüngsten Synode der Europäisch-Festländischen Brüder-Unität Ende Mai in Christiansfeld (Dänemark) diskutiert worden. Dem „Parlament“ der Freikirche, die in Deutschland als Herrnhuter Brüdergemeine bekannt ist, lag ein Antrag vor, „gleichgeschlechtliche Partnerschaften und eheähnliche heterosexuelle Partnerschaften nicht mehr zu tolerieren oder als mögliche Lebensformen innerhalb der Gemeinde anzusehen“. In der Aussprache fand dieser Antrag keine Unterstützung der 76 Synodalen. Bei vier Enthaltungen wurde er abgelehnt. Zur Begründung wurde an Synodenvoten aus den Jahren 2000 und 2006 erinnert, wonach auf Dauer angelegte gleichgeschlechtliche Partnerschaften respektiert werden sollen. Ein Ausschluss von Paaren, die ohne Trauschein zusammenleben, widerspreche der Kirchenordnung. Der Antrag sei außerdem ein „Aufruf zur Intoleranz“. In der Kirche sollten aber Offenheit, Gemeinschaftlichkeit, Wertschätzung und gegenseitige Fürsorge vorherrschen. Das Gebiet der Europäisch-Festländischen Brüder-Unität umfasst Deutschland, Schweden, Dänemark, die Schweiz, die Niederlande und das Baltikum mit zusammen rund 25.000 Kirchenmitgliedern. Die Brüdergemeine hat rund 6.000 Mitglieder in Deutschland und 250 in der Schweiz. Weltweit hat die Freikirche mehr als 800.000 Mitglieder in Afrika, Asien, Europa und der Karibik. Sie ist auch durch die „Losungen“ bekannt geworden. Das Andachtsbuch mit Bibelversen, Gebeten und Liedstrophen für jeden Tag erscheint seit 1731 ohne Unterbrechung. Es wird in 1,6 Millionen Exemplaren in 46 Sprachen gedruckt.

18.6.08 18:53

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